UNISONO · Workshop-Unterlage

Antwort auf die drei Papiere zum gemeinsamen Verständnis und zu den beiden Use Cases. Kurz gehalten: ein Rollenvorschlag, eine Empfehlung zum ersten Prototyp, die Fragen, die vorher beantwortet sein müssen.

Arbeitsstand August 2026
Die drei Papiere sind eine gute Grundlage. Rollen, Wirkungskette und die Auswahl der beiden Use Cases tragen. Wir beschreiben hier unser Verständnis der Rollen, empfehlen einen Use Case für den Prototyp und stellen eine Klärungsliste voran, ohne die kein Termin und kein Preis belastbar ist.
Unser Verständnis der Rollenverteilung
Eine Meldung ist noch kein Vorgang.

Eine Meldung wird aufgenommen und weitergegeben. Ein Vorgang hat einen Lebenslauf: Zuständigkeit, Status, Frist, Wiedervorlage, Verknüpfung mehrerer Meldungen, Eskalation und Nachweis über Jahre. Beides gehört zusammen, aber es sind zwei verschiedene Aufgaben.

ATRON

Fachlichkeit und betrieblicher Kontext. Fahrt, Fahrzeug, Standort, Linie. Bleibt führend für alles, was zur Fahrt gehört.

jouri

Die Oberfläche zum Menschen im Feld. Bleibt bewusst einfach. Zeigt Aufgaben und Formulare, nimmt Rückmeldungen auf.

UDM

Verbindet die Systeme und führt den Vorgang. Definiert Formulare, Prüfpunkte, Statuswege und Handlungsanweisungen. Liefert die Bearbeitungsoberfläche dort, wo kein Fachsystem den Vorgang abbildet.

Der praktische Nutzen dieser Teilung: jouri zeigt und erfasst, UDM definiert und führt. Damit bleibt die App schlank und wird trotzdem je Kunde anpassbar, ohne dass dafür programmiert werden muss.

Welcher Use Case zuerst
Empfehlung: Fundsache als Prototyp, Fahrbereitschaft als erstes Projekt. Beides gleichzeitig zu starten würde beides verzögern.
Kriterium Use Case 1 · Fundsache Use Case 2 · Fahrbereitschaft
Zeigt die Dreier-Kooperation ja, ohne betrieblichen Kontext von ATRON funktioniert nichts schwach, zwei Partner würden fast reichen
Neu gegenüber vorhandenen Funktionen ja, zwei Ereignisse zusammenführen, Übergabekette, Fahrzeugwechsel Mängelmeldung ist bei jouri-Kunden bereits im Einsatz
Technisches Risiko höher: Fahrt-Historie und Dienstzuordnung geringer: Fahrer meldet sich selbst am Fahrzeug an
Leidensdruck und Budget kleiner, Kundencenter größer, Betrieb, Werkstatt, Nachweispflicht
Rolle im Vorgehen Prototyp und Demo erstes zahlendes Projekt
Vor dem Prototyp zu klären
Diese Punkte bestimmen Aufwand und Termin. Ohne Antworten bleibt jede Planung eine Annahme.
An ATRON
  1. Über welche Schnittstelle kommen Fahrt, Fahrzeug und Standort, mit welchen Feldern?
  2. Gibt es eine Fahrt-Historie? Der Fahrgast nennt nur Linie und ungefähre Uhrzeit.
  3. Woher kommt die Zuordnung Fahrer und Dienst zum Fahrzeug?
  4. Gibt es einen Rückkanal in die Leitstellenwelt, oder ist das neu zu bauen?
An 12-05
  1. Kann jouri Formulardefinitionen von außen entgegennehmen und darstellen?
  2. Gehen eingegangene Meldungen sofort per Schnittstelle nach außen?
  3. Wie tief lassen sich Formulare je Kunde gestalten, und wer macht das?
  4. Verhalten im Funkloch, etwa beim Rundgang im Depot?
Gemeinsam
  1. Datenschutz und Mitbestimmung: Fahrerbezug, Standort, Fotos, Fahrgastdaten. Betriebsvereinbarung nötig.
  2. Welches System führt den Vorgang, verbindlich festgelegt?
  3. Abnahme des Prototyps: Was gilt als bestanden, welche Daten, welcher Zeitrahmen?
  4. Preismodell und Supportkette je Partner.
Ein zweiter Fall für die Lead-Regel

Bisher vereinbart: ATRON ist Generalunternehmer und Vertragspartner. Das passt bei Kunden mit ATRON-System. Kommt der Einstieg über einen jouri-Bestandskunden ohne ATRON-System, ist diese Regel sachfremd. Vorschlag:

  • Kunde mit ATRON-System: ATRON führt.
  • Kunde ohne ATRON-System: der Partner führt, der den Zugang hat.
Was am Ende des Workshops entschieden sein sollte
  • Rollen inklusive der Präzisierung oben, schriftlich
  • Ein Use Case für den Prototyp, mit Abnahmekriterien
  • Schnittstellen: wer liefert was, bis wann, in welcher Form
  • Lead-Regel mit beiden Fällen
  • Preismodell und Supportkette je Partner, wenigstens im Grundsatz
  • Name final, inklusive Domain- und Markenprüfung